Flagship-Malbec und Paradewein der spektakulären Bodega Fournier im Uco-Valley aus bis zu 85 Jahre alten Malbec-Reben vinifiziert. Undurchdringliches dichtes tintiges Granatrot mit schwarzem Kern. In der Nase ausuferndes Aromencocktail von roten und schwarzen Beeren, Kirsche und Pflaume. Nuancen von Feige, Schokolade und Noten von Rauch und Zedernholz. Am Gaumen vielschichtig und magisch. Großes Potential. Enorme Fruchtfülle, trotzdem voller Finesse. Ein mächtiger und eindrucksvoller Malbecwein. Der Abgang ist minutenlang. Ein großartiger Wein, der sich in den nächsten Jahren zur Höchstform entwickeln wird.
Die Einheimischen nennen es „ElUFO“: Tatsächlich wirkt das gewaltige,18 Meter hohe, vor die Kulisse der mächtigen Sechstausender der argentinischen Anden gestellte futuristische Bauwerk,als wäre es nicht von dieser Welt. Optisch fasziniert diese Weinkellerei durch ein markantes Flugdach und dominante halbrunde Auffahrten. Der gewaltigen Barrique-Lagerhalle fehlt zum Dom nur der Altar. Aber auch technisch ist das Gebäude beeindruckend: Bei der auf verschiedenen Etagen angelegten Weinbereitung wird zur möglichst sanften Verarbeitung von Trauben und Most geschickt die Schwerkraft genützt. Bauherr dieser beeindruckenden Weinkellerei, des größten zivilen Infrastrukturprojekts der Provinz Mendoza, ist José Manuel Ortega Gil-Fournier: „Die Kellerei muss ein Anziehungspunkt sein. Ich wollte ein Zeichen setzen.“ – Was wohl zweifellos gelang. Ortega Gil-Fournier gehört zu den Quereinsteigern im internationalen Weingeschäft. Nach seiner Laufbahn als Banker hat er mit kaum 40 Jahren bereits eine zweite Karriere als international tätiger Weinproduzent aufgebaut. Die Ziele des gebürtigen Spaniers sind hoch gesteckt: Sein Unternehmen will gleich in mehreren wichtigen Weinbauländern zu den allerbesten Produzenten gehören. Anders als viele große Weinkonzerne, die neben Abermillionen Flaschen billiger und mittelmäßger Weine auch ein schmales Top-Segment produzieren, interessiert sich José Manuel ausschließlich für die Top-Qualitäten. Er will maximal etwa 1,5 Millionen Flaschen jährlich füllen, verteilt auf feinste Weine aus den spanischen Regionen Ribera del Duero und Rioja, sowie aus Argentinien und Chile. In Ribera del Duero und Argentinien sind bereits Bodegas – das UFO! – in Betrieb, deren Weine Höchstbewertungen erzielen. Aus Chile haben uns jetzt die ersten Weine erreicht. Die Geschichte der Unternehmerfamilie Fournier begann 1782 im spanischen Burgos. 100 Jahre später hatte sie ein Quasi-Monopol als Hersteller von Spielkarten erlangt und war daher in jedem spanischen Haushalt bekannt. Auch wenn die Spielkartendruckerei bereits verkauft worden war, sollte José Manuel in sentimentaler Erinnerung später sein neues Weinunternehmen nach dem alten Familienbetrieb in Burgos benennen: „O. Fournier“. Doch zunächst hatte es gar nicht nach einem neuen unternehmerischen Engagement ausgesehen: José Manuel studierte in den USA und arbeitete dann in London als Investmentbanker bei Goldmann Sachs. Heute sagt er: „Bei Geschäftsessen lernte ich gute Weine kennen, die mich fasziniert haben. Vorher hatte ich keine Ahnung von Wein. Heute ist das mein Leben.“ Inzwischen ist er mit seiner Frau und drei Kindern nach Argentinien gezogen, wo eines der bemerkenswertesten Weinprojekte Südamerikas entstand. 1995, als er noch bei der „Banco de Santander“ für das Südamerikageschäft zuständig war, begann Ortega Gil-Fournier auf seinen Südamerikareisen Weinberge zu besichtigen. 2000 fand er schließlich in Argentinien, 90 Kilometer südlich von Mendoza, ein gutes Terrain mit teils sehr alten, auf 1.200 m Höhe liegenden Weinbergen. Das Dorf La Consulta ist unter Experten bekannt für herausragenden Malbec und – überraschend für Südamerika – für Tempranillo. Der frisch gebackene Winzer erwarb 286 Hektar Land, von denen 94 mit Rebstöcken bepflanzt wurden. Ortega Gil-Fournier ging hart an seine finanziellen Möglichkeiten, um schließlich 2002 alles so verwirklicht zu sehen, wie er es geplanthatte: eine eigene Kellerei – das UFO. Bereits die ersten dort vom Chef-Önologen José Mario Spisso produzierten argentinischen Weine wurden international hoch gelobt. Unter Kennern war die neue Kellerei O. Fournier mit ihrem Top-Wein „A-Crux“, einer großartigen Cuvée aus Tempranillo, Merlot und Malbec schon bald ein Begriff. A-Crux ist übrigens nach dem Kreuz des Südens am nächtlichen Sternenhimmel benannt, das in klaren Nächtenam Fuße der Anden strahlt wie die Kirschfrucht des gleichnamigen Weines. Seinen zweiten Schritt setzte José Manuel in die spanische Region Ribera del Duero. Von hier kommen weltberühmte Ikonen der spanischen Weinkultur. Hier zu den besten zu gehören, erfordert genaue Planung – und da ist der Ex- Banker Spezialist. An einer Biegung des Duero erwarb er im September 2002 eine Finca mit 105 Hektar Land, 60 davon mit teils sehr alten Tempranillo-Stöcken bepflanzt. Die Böden sind extrem karg, vorwiegend – für die Region untypisch – Kies-Sand bzw. reiner Sand. Im Untergrund liegt eine wasserspeichernde Lehmschicht. Die Finca war bereits bekannt, weil der Vorbesitzer sehr gute Trauben verkauft hatte. Ortega Gil-Fournier renovierte und modernisierte das Kellereigebäude, und bereits mit der 2002er-Ernte zählte er – trotz eines allgemein schlechten Jahrgangs in der Ribera – mit seinem Top-Wein „Alfa Spiga“ zu den besten der Region. Ortega: „Unser Prinzip ist immer gleich: beste Lagen, möglichst alte Weinberge, niedrige Erträge von unter 3.000 Kilo pro Hektar, Handlese in 18-Kilo-Kisten, zweifache Selektion auf Tischen, Barrique-Ausbau mit modernster Technologie.“ Mittlerweile kamen 37 Hektar auf lehmig-kalkigen Böden bei La Horra hinzu. José Manuel: „Ich möchte flexibel bleiben. Mit Weinbergen in verschiedenen Lagen kann ich Risiken in schlechten Jahren besser ausgleichen.“ Das heiße Jahr 2003 ergab mächtige Weine am Duero. 2004 bestach durch großartige Finesse und feinfruchtige Verwobenheit. Es scheint, als sei – nach Argentinien – auch der zweite Coup in Spanien gelungen. Wir sind besonders stolz, die Fournier-Weine endlich in unserem Portfolio zu haben und freuen uns Ihnen diese im Elvinjo-Shop anbieten zu können.
Auszeichnungen
2007er: 91 Punkte Robert Parker 2007er: 92 Punkte Winespectator
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